Ein Agent hat kein Gedächtnis im menschlichen Sinn. Was er "weiß", ist genau das, was gerade in seinem Kontext steht: deine Anweisungen, die Dateien, die er gelesen hat, die Ergebnisse seiner Werkzeug-Aufrufe — alles als Text, in der Reihenfolge, in der es passiert ist.
Dieser Kontext hat eine feste Obergrenze. Er wächst mit jeder Runde des Loops — jede gelesene Datei, jede Testausgabe kommt dazu. Irgendwann ist er voll.
Deshalb wirken sehr lange Sessions manchmal seltsam: Frühe Details werden ungenauer, wichtige Informationen sind zwischen viel unwichtigem Text vergraben. Gute Agentic-Coding-Werkzeuge fassen ältere Teile automatisch zusammen — aber die Faustregel bleibt: ein frischer Start mit klarem Auftrag schlägt eine ewig lange, vollgestopfte Session.
Das ist auch, warum wiederverwendbare Anleitungen so wertvoll sind — statt bei jeder Session alles neu zu erklären, kann der Agent auf etwas Kompaktes zurückgreifen. Genau darum geht es im nächsten Schritt: Skills.