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grill-me: Idee schärfen, mit oder ohne Papierspur

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Ein rücksichtsloses Interview, das eine Idee schärft. Vereint drei Original-Skills in einem: das reine Interview-Prinzip, und die Frage, ob das Ergebnis dauerhaft im Projekt festgehalten wird (CONTEXT.md/ADRs) oder flüchtig bleibt. Diese Unterscheidung war im Original zwei getrennte Skills, hier ist sie nur eine Betriebsart desselben Interviews (siehe unten).

Wann brauche ich das?​

Immer, wenn eine Idee, ein Plan oder eine Anforderung noch unscharf ist und sich durch gezieltes Nachfragen klären lässt, egal ob am Anfang des Hauptflusses (nach einer Idee) oder mitten in jedem anderen Skill, der Klärung braucht.

Wie funktioniert das?​

Das Interview läuft als Design-Baum: jede Entscheidung verzweigt in die Entscheidungen, die von ihr abhängen. Gearbeitet wird in Runden:

  • Die Frontier ist jede Entscheidung, deren Voraussetzungen schon geklärt sind, also alles, was sich jetzt fragen lässt, ohne bei unbeantworteten Fragen zu raten.
  • Die ganze Frontier kommt in einer Runde: jede Frage nummeriert, mit einer empfohlenen Antwort, dann wird auf deine Antworten gewartet, bevor die nächste Runde beginnt.

Format einer Runde:

❓ Q1 - <Fragetitel>: <Fragetext, ggf. mehrere Absätze oder Auswahlmöglichkeiten>

➡️ <empfohlene Antwort>

---

❓ Q2 - <Fragetitel>: <Fragetext>

➡️ <empfohlene Antwort>

Jede beantwortete Runde formt den Baum neu: geklärte Entscheidungen schieben die Frontier weiter und schalten Fragen frei, die von ihnen abhingen. Eine Frage, deren Antwort von einer in dieser Runde noch offenen Frage abhängt, gehört in eine spätere Runde, nicht in diese.

Fakten finden ist Aufgabe der KI, nie deine. Braucht eine Frontier-Frage einen Fakt aus der Codebase oder dem Netz, recherchiert die KI ihn selbst (Codebase-Kontext direkt, externe Fakten über research), bevor sie diese eine Frage stellt, statt dich danach zu fragen. Ohne Agenten läuft das nicht im Hintergrund parallel zu den übrigen Fragen wie im Original, aber es blockiert auch nur die Fragen, die tatsächlich von diesem Fakt abhängen: der Rest der Frontier wird trotzdem in derselben Runde gestellt. Die Entscheidungen bleiben immer bei dir.

Fertig ist die Sitzung, wenn die Frontier leer ist: jeder Ast des Baums besucht, nichts still angenommen. Nicht handeln, bevor du bestätigt hast, dass ihr ein gemeinsames Verständnis erreicht habt.

Zwei Betriebsarten: mit oder ohne Papierspur​

BetriebsartWannWas passiert
Mit Papierspur (Standard in einem Arbeitsverzeichnis)Das Ergebnis ist wiederverwendbares Vokabular oder eine schwer umkehrbare Entscheidung.Sobald ein Begriff sich klärt, schlägt die KI die CONTEXT.md-/ADR-Änderung direkt als Snippet vor, du übernimmst sie.
Ohne Papierspur (im Original ein eigener Skill)Kein Arbeitsverzeichnis vorhanden, oder die Entscheidung ist trivial und nicht wiederverwendbar (z.B. reine Formatierungsfragen).Reines Gespräch, nichts landet in CONTEXT.md. Nicht jede Klärung, die man festhalten könnte, sollte man auch festhalten.

Die Interview-Mechanik selbst (Runden, Frontier, Format) ist in beiden Betriebsarten identisch, nur das Festhalten des Ergebnisses unterscheidet sich.

Wo passt das rein?​

Erster Kettenschritt im Hauptfluss, mündet in to-spec. Läuft parallel mit domain-modeling, das die CONTEXT.md-/ADR-Disziplin trägt. Gesamtüberblick: ask-simon.

Was sich gegenüber dem Original geändert hat​

  • Vereint drei Original-Skills in einem und übernimmt dabei den Namen des ersten: das reine Interview (grill-me), seine Variante (grilling) und die Version mit Papierspur (grill-with-docs) sind hier eine einzige Datei. Die stateless/stateful-Unterscheidung war nie ein eigener Workflow, nur eine Betriebsart desselben Interviews, und wird hier auch so behandelt.
  • Kein Subagent für die Fakten-Recherche während des Interviews: die KI recherchiert synchron selbst (Codebase-Kontext direkt, externe Fakten über research), bevor sie eine abhängige Frage stellt.
  • Doku-Updates sind Snippets, die du übernimmst, keine automatischen Dateischreibvorgänge.